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. Standings und Opponent-Score

Wie drawe ich richtig und warum sind die Pros so gut?

von Bodo Rösner am 27.05.2006

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Über diesen Artikel: Wenn ihr jedes Mal auf neue wieder ratlos seit, ob ihr drawen könnt oder nicht, Intentionals Draws irgendwie unheimlich findet oder das mit dem Opponent-Score noch nie richtig verstanden habt, hier gibts Abhilfe.

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So, nach etwas mehr Abstinenz als eigentlich gedacht (Prag hat nämlich mehr Energie verbraucht als geplant ) melde ich mich zurück, diesmal geht es um Standings und insbesondere Opp-Score, wo sicherlich viele noch Nachholbedarf haben – inkl. mir.

Aktueller Anlass dafür sind unsere zwei 5. Plätze auf den Team-PTQs und eine Diskussion mit Burning Bernd ;-)

Tobias Henke hat auf Magicuniverse schon mal über das Thema geschrieben, die Artikel finden sich hier und hier . Allerdings finde ich diese unzulänglich und gehe einen anderen Ansatz. Die dort (im ersten Artikel) vorgestellten Standing-Pyramiden sind nämlich irrelevant, da man sich nicht vor einem Turnier Gedanken macht, oh ich muss 5-1-1 gehen (obwohl man das aus Erfahrung weiß ;-)), sondern man spielt einfach und die Standings werden erst in den letzten 1-2 Runden interessant.
Die Artikel sind nichtsdestotrotz informativ, und ich empfehle dringend sie vor diesem Artikel zu lesen, dabei ist besonders der zweite für diesen Artikel wichtig, den ersten können faule Leser (aber ihr lest doch schon :-D) meinetwegen überspringen ;-)


Wie funktioniert das Punktesystem bei Magic?

Für einen Sieg gibt es 3 Punkte, für ein Unentschieden 1 Punkt, für eine Niederlage 0 Punkte. Ist wie beim Fußball, kennt jeder. Aber was entscheidet danach? Die Reihenfolge bei Magic ist folgendermaßen:

1. Punkte (quasi eigener Score) – Match-Win-Percentage
2. Opp-Score (Opp-Match-Win-Percentage)
3. Game-Win-Percentage
4. Opp-Game-Win-Percentage

Punktegleichheit gibt es sehr häufig, daher ist zumindest Kenntnis über den Opp-Score wichtig, die anderen beiden Werte sind vernachlässigbar (auch wenn die Hamburger letztes Wochenende wegen der dritten Wertung 5ter wurden...), deswegen behandele ich diese zuerst:


Game-Win-Percentage

Das ist effektiv wie “gut” man gewinnt, also wieviel Prozent seiner eigenen Games man gewonnen hat. Man kann ja 5x „2:1“ gewinnen und 5-0 stehen oder 5x „2:0“ gewinnen (oder alles mögliche dazwischen) und ebenfalls 5-0 stehen.
Es kann auch möglich sein dass z.b. jemand 4-1 steht und 4x „2:0“ gewonnen hat und 1x „1:2“ verloren hat (Win-Percentage 9/11) und damit besser dasteht als jemand mit 5-0: 4x „2:1“ und 1x „0-2“ macht 8/14, was deutlich weniger ist als 9/11. Dies sind jedoch Ausnahmen und nur ganz selten relevant.


Opp-Game-Win-Pecentage

Dies ist dasselbe wie eben, nur eben die zusammengefassten Statistiken all eurer Gegner. Ich habe noch nie erlebt, dass das entscheidend war. Kann eigentlich nur bei kleinen Turnieren (so bis 8 Spieler) auftreten, da dort häufiger gleiche Opp-Scores auftauchen.


Punkte (Match-Win-Percentage)

Wenn man immer gewinnt, braucht man sich einen Dreck um irgendwelche Zweit- (Dritt-, Viert-) Wertungen scheren ;-)


Kommen wir nun zum wichtigen Teil:

Opponent-Score

Das ist die Stärke all eurer Gegner im Turnier, nämlich deren durchschnittliche Punkteausbeute. Dies wäre eigentlich gar nicht kompliziert, wenn es nicht die Möglichkeit gäbe zu droppen. Sonst würde man am Ende des Turniers einfach die Punkte all eurer Gegner zusammenzählen und hätte den Wert – dies ist die Buchholz beim Schach.
Bei Magic wird aber munter gedroppt sobald es X-2 steht, und daher wird der Wert nur anteilig berechnet.

Beispiel
Ihr (Team A) steht am Ende 4-1 und bangt mit einem anderen punktgleichen Team (Team B) um den dritten Platz. Eure Gegner haben gespielt:
Team A:
1. 0-2 drop
2. 1-2 drop
3. 4-1
4. 3-2
5. 3-2

Opp-Score = gewonnene Spiele / Anzahl Spiele = 0+1+4+3+3 / 2+3+5+5+5 = 11 / 20 = 55%

Team B:
1. 5-0
2. 2-2 drop
3. 1-2 drop
4. 3-2
5. 3-2

Opp-Score = gewonnene Spiele / Anzahl Spiele = 5+2+1+3+3 / 5+4+3+5+5 = 14 / 22 ~ 64%

Ihr habt also Pech und seit Fünfter :-P. Wie man hieran auch gut sehen kann, ist es sehr selten, dass am Ende eines Turnieres der Opp-Score gleich ist, weil dazu quasi nötig ist, dass die Gegner beider Teams dieselbe Anzahl an Runden gespielt haben und dann auch noch exakt genauso viel gewonnen (aufaddiert allerdings nur, nicht jedes Team exakt). Theoretisch gibt es noch andere Brüche, die denselben Prozentwert liefern, die liegen aber eigentlich zuweit entfernt um aufzutreten (14/22 = 28/44 = 7/11 etc... – Nicht-ganze Zahlen können mit Draws entstehen. Draws zählen nämlich auch nur als Drittelpunkt beim Opp-Score, wenn also ein Gegner 3-1-1 steht, bringt das 3,33 aus 5).


Warum ist früh verlieren so schlecht für den Opponent-Score ?

(mal davon abgesehen, dass früh verlieren eh nicht so gut ist, weil man mit X-2 nur selten noch eine Chance auf Top8 hat, daher ist man nach einer Niederlage im sogenannten Single-Elimination-Modus)

In dem Beispiel hat Team A in Runde 3 verloren, Team B bereits in Runde 1. Trotzdem hat B am Ende den besseren Opponent-Score. Dies ist jedoch eher eine Ausnahme! Wenn ich die erste Runde verliere und dann gewinne, steht mein zweiter Gegner schon mal 0-2 und droppt womöglich. Der nächste steht (nach der Niederlage gegen mich) 1-2, der nächste 2-2 usw.
Meine Gegner stehen also direkt nach den Spielen gegen mich:
1-0, 0-2, 1-2, 2-2, 3-2 => 7-8 (7/15 = 47%)

Während der andere Spieler z.B. Runde 3 verliert, dann stehen die Gegner

0-1, 1-1, 3-0, 2-2, 3-2 => 9-6 (9/15 = 60%)

Wenn man jetzt davon ausgeht, dass der Gegner in den folgenden Runden etwa gleichviele Punkte holen, hat Spieler A das nachsehen.

Beispiel
Am einfachsten sieht man das, wenn „Gabi“ Runde 1 verliert und Spieler „Klaus“ erst in der letzten Runde. Die Gegner stehe dann:

Gabi : 1-0, 0-2, 1-2, 2-2, 3-2 = 7-8 = 47%
Klaus : 0-1, 1-1, 2-1, 3-1, 5-0 = 11-4 = 73%

Klaus hat also viel bessere Voraussetzungen für einen guten Opp-Score. Aber: Die Gegner spielen ja noch viel mehr Runden (die droppen ja nicht alle sofort nachdem sie gegen Euch gespielt haben ;-)). Daher könnten die Gegner von Klaus danach alles verlieren und die von Gabi alles gewinnen, so dass sich das Blatt der Opp-Scores noch mal wendet. Dies ist aber unwahrscheinlich, da die Gegner im Schnitt etwa gleichviele Punkte holen. Die Gegner von Gabi holen sogar eher weniger, da sie schlechter stehen (und tendenziell auch spielen) und wahrscheinlich schlechter abschneiden als die Gegner von Klaus.


Warum kommen die Pros auf den GP’s immer wegen der besseren Wertung in den zweiten Tag? - Byes

Wie gehen eigentlich Byes in die Wertung ein? Zählen die als 100% ? Oder als 0 % (Das Bye verliert ja schließlich immer ;-)). Antwort: Weder noch! Byes gehen überhaupt nicht in den Opp-Score mit ein.

Was heißt das? – Beispiel
Ich verliere die erste Runde, bekomme dann ein Bye und gewinne noch die 3. und 4. Runde. Meine Gegner spielen wie folgt:
1. 4-0
2. *Bye*
3. 1-3
4. 2-2

Mein Opp-Score beträgt jetzt 4+1+2 / 4+0+1+3+2+2 = 7/12 = 58%

Macht es einen Unterschied, wann man das Bye bekommt? Beispiel
JA! Je eher, desto besser. Allein schon deswegen, weil man da noch besser steht.
Deswegen sieht es für die Pros Opp-Score-technisch auch so gut aus:

Betrachte wir hierzu den GP Hasselt (bitte in Tabs öffnen :-D):
Standings Runde 3
Standings Runde 4

Alle Spieler mit 3 Byes haben nach Runde 3 neun Punkte (klar) und einen Opp-Score von 0%. Dies ist ein technischer Fehler (der DCI-Reporter muss einen Wert angeben), tatsächlich haben sie gar keinen Opp-Score, da sie noch gegen keinen gespielt haben (alle Gegner haben bis dato 0/0).
Wenden wir uns nun Runde 4 zu: Alle mit 3 Byes, die in ihrer ersten Runde siegreich waren, haben jetzt 12 Punkte und einen Opp-Score von 75%, da der einzige Gegner 3-0 stand und jetzt verloren hat, also 3/4. Alle mit 3 Byes, die verloren haben, besitzen nun einen Opp-Score von 100%, da ihr einziger Gegner alles gewonnen hat.

Wieso sind 3 Byes soviel besser als 3-0(spielerisch) zu stehen?
Ich betrachte erst Runde 4, da die Leute mit 3 Byes nach 3 Runden noch keinen Opp-Score haben. Ob man Runde 4 gewinnt oder nicht ist egal, bei einer Niederlage hat der Bye-Mann 100%, das ist sowieso mehr als man ohne Byes haben kann. Nehmen wir also an, ihr steht beide 4-0.
Weil alle Eure Gegner schon mindestens eine Niederlage haben, können sie also nach Runde 4 maximal 3-1 stehen, was einem Opp-Score von 75% entspricht, wenn ALLE ALLES (außer gegen euch) gewinnen. Das ist das Maximum. Bei 3 Byes ist 75% jedoch das Minimum (bzw exakt nach einer Niederlage).

Byes bringen also einen signifikanten Vorteil im Opp-Score, der zwar ab und zu wettgemacht werden kann, aber nur wenn die eigenen Gegner deutlich besser abschneiden als die des Bye-Mannes. Je mehr Byes, desto größer der Vorteil. Bei einem GP wird jmd. nach 9 Runden kaum den Opp-Score eines punktgleichen Spielers mit 3 Byes erreichen können.


Wann reicht mein Opp-Score – Wann kann ich drawen?

Zum Abschluss wenden wir das nun gelernte mal praktisch an ;-)
Denn das Wissen über Byes etc. ist eher theoretisch interessant, wirklich praxisrelevant sind jedoch die Auswirkungen erst in der letzten Runde:
Öffnen wir hierzu (in Tabs :-)) folgende Daten vom GP Hasselt 2006:
Standings Runde 8
Standings Runde 9
Results Runde 9

(Hier lohnt es sich, den Artikel von TobiH gelesen zu haben)
Betrachten wir zunächst Standings Runde 8: Alle mit 21 oder mehr Punkten kann man ignorieren, die werden eh spielen. Der Cut wird bei 19 Punkten liegen, d.h. die mit 19 Punkten können sich reindrawen, aber 20 Punkte ist nicht so gut für Tag 2, also werden einige auch spielen. Besonders die mit hohem Opp-Score sind wohl auch mit einer Niederlage drinnen (und ein Draw ist nicht sehr viel besser als eine Niederlage beim 3-Punkte-System).

Ich bin mit 18 Punkten auf dem 41. Platz mit einem guten Opp-Score von 71,42 % (erstaunlich ist hier anzumerken, dass 2 Leute denselben Opp-Score haben wie ich), das ist 6.-bester von 47 Spielern mit 18 Punkten. Ich bin vom Worst-Case ausgegangen, dass alle 19-Punkte-Spieler drawen, was passiert also wenn ich drawe?
Mich kann höchstens die Hälfte aller Spieler hinter mir überholen, die mich punktetechnisch ein- bzw überholen kann. Wenn die Leute hinter mir drawen, bleiben sie mehrheitlich auch hinter mir – ich drawe ja auch und der Opp-Score ist so spät kaum noch größeren Schwankungen unterworfen: Wenn alle meine Gegner noch spielen, sind das 7 Spiele (+ mein neuer Gegner) die hinzukommen, zu bereits über 50 Spielen, die bereits in der Wertung sind, d.h. es wird eine Schwankung von 1-2% nicht übersteigen. Außerdem überhole ich durch den Draw auch Spieler vor mir, die playen und verlieren.

Bis zum 105. Platz sind Spieler, die mich punktetechnisch einholen können (16 und mehr). Ich bin 41., d.h. es sind noch 64 hinter mir. Davon kann mich die Hälfte einholen, also 32 im ungünstigsten Fall. Aber die haben ja nicht alle einen besseren Opp-Score als ich. Jeden mit 60% (evtl sogar 65%+) oder weniger kann ich ignorieren. Ein überfliegen ergibt: Es haben sogar nur 2 Spieler davon einen besseren Opp-Score als ich (!!).
Im Turnier habe ich folgende schnelle Rechnungen aufgestellt (man hat nicht viel Zeit von den Standings zu den Pairings, vielleicht 2min), im Falle eines Draws:

- Von den 16-Punkte Spielern können mich höchstens 3 einholen
- Von den 18-Punkte Spielern (17 Punkte überholt mich bei Sieg auch) können mich die Hälfte überholen (wenn alle spielen), das sind die Plätze 42-85, also max 22 Spieler.

Das macht dann 41+3+22 = 66. im worst case, dazu müssen aber alle Partien ungünstig ausgehen und keiner drawt (es gibt ja auch unintentional draws, wobei es da in der letzten Runde durchaus auch zu concessions kommt). Von den relevanten drei 16-Punktespielern kann auch jmd. hochgelost werden bzw. gegeneinander, die 19-Punkte-Leute spielen evtl auch und mit dem Draw hol ich die Loser ein, also mit einem Draw war ich quasi sicher drinnen. Mit einem Loss jedoch auch sicher draußen.

Letztendlich habe ich gespielt, weil meine Draftskills doch eher mäßig sind und ich nicht wie in Leipzig zwischendurch letzter werden wollte^^. Ich gewinne ganz einfach das erste Spiel, indem ich Turn 3 Halcyon Glaze lege und danach Kreaturen, im zweiten halte ich die 2-Land Hand mit Spectral Searchlight, der 1-Mana-Hexe und Roofstalker Wright sowie 2 teureren Spells (4 und 5cc), 17 Länder total im Deck. Bis zum Ende des Spiels (und das war ca. Turn 10) finde ich natürlich kein Land, und drawe dann doch, weil mir das letzte Spiel zu random ist. Free Drafts sind auch gut :-)


Was haben die anderen gemacht

Betrachten wir nun die Results:

19 Punkte:

Stein, Harald [DEU] Drew 0-0-0 vs. Palijama, Maurice [NLD]
Vanden Bossche, David [BEL] Drew 0-0-0 vs. Biffin, Vincent [FRA]
Guinoiseau, Matthieu [FRA] Drew 1-1 vs. Janczak, Sebastien [FRA]

An Harald Steins Stelle (69% Opp-Score) hätte ich nicht gedrawt, da er mit einem Loss wohl auch Day2 wäre – vielleicht hatte er ein schlechtes Deck. Die anderen hatten unter 62%, da kann man schon mal drawen. Der tatsächliche Cut lag bei 63,8%, bei der grünen Gruppe übrigens nur 57,09% !! (Dies kam jedoch nicht überraschend in der letzten Runde, sondern war Runde 8 bereits absehebar und eine Folge der ganzen vorhergehenden Runden)
0-0-0 bedeutet Intentional Draw (id), 1-1-1 bedeutet spielerischer Draw (Time-out im dritten Spiel), 1-1 ist id beim Stande von 1-1.

18 Punkte (Platzierung Runde 8/ Runde 9):

(40./54.) Verbeken, Dirk [BEL] Drew 1-1 vs. Rosner, Bodo [DEU] (41./55.)
(35./50.) Eigner, Nikolaus [AUT] Drew 0-0-0 vs. Grund, Florian [DEU] (58./65.)
(53./63.) Kasel, Peter [DEU] Drew 1-1-1 vs. Platzer, Lubos [CZE] (66./66.)
(54./61.) Homann, Sebastian [DEU] Drew 0-0-0 vs. Kohler, Tim [DEU] (47./59.)
(48./60.) Gelan, Sven [BEL] Drew 0-0-0 vs. Verhulst, Johan [BEL] (36./51.)
(68./64.) Warmenhoven, Ruud [NLD] Drew 1-1-1 vs. Smink, Robert [NLD] (78./72.)
(45./56.) Schechtl, Leonard [DEU] Drew 0-0-0 vs. Dictus, Mark [BEL] (59./58.)

Durch den Draw wurden also eher ein paar Plätze verloren, das ist auch meistens so weil wir ja die 3-Punkte-Regel haben.
Mark Dictus und Florian Grund haben aus mir unverständlichen Gründen gedrawt, die Draws von Warmenhoven-Smink und Kasel-Platzer waren ja keine id’s. Bei Florian Grund ist das evtl noch verständlich, aber das Risiko war eigentlich zu hoch. Die Hälfte der Plätze 59-85 überholt ihn mit einem Sieg, das sind 18 Leute, damit wäre er 77. Das können auch die Losses vor ihm nicht wettmachen, bzw. es ist so unklar was da passiert dass ich lieber spielen würde. Mark Dictus hat einfach Glück gehabt, wobei man ab 65% einigermaßen sicher drawen kann, da lag er nur knapp drunter.


Was lernen wir daraus?

Wenn man wissen will, ob man drawen kann, wende folgende Methode an:

1. Zähle (Berechne) die Anzahl der Leute, die dich punktetechnisch einholen können (unter der Voraussetzung, dass du selber drawst) Versuche noch abzuschätzen, wie viele hinter dir drawen (die bleiben beide hinter einem). Zähle die Hälfte der Leute, die nicht drawen, deiner Platzierung hinzu.

2. Möglichst in Erfahrung bringen, wieviele punktgleiche vor einem spielen, davon holt man die Hälfte ein. Diese Anzahl wird von der Platzierung subtrahiert.

3. Ebenso holt man die Hälfte der relevanten, einen Punkt vor einem liegenden playenden Spieler ein. Dies wird ebenfalls subtrahiert. Relevant bedeutet in diesem Fall, dass man einen besseren Opp-Score als diese Spieler hat.

Das ergibt dann ungefähr die Endplatzierung. Bei GPs ist das grundsätzlich alles etwas unübersichtlich, bei kleinen Turnieren oder PTQs meistens offensichtlich. Leider hab ich da jetzt keine Tabelle zur Hand, das mache ich evtl in einem zweiten Teil. Postet Links ;-)

Letztendlich zitierte ich noch (geklaut von Magicuniverse^^) den DirkB: "Magic Spielen", d.h. nicht zu viele Gedanken über Platzierungen und Draws machen, sondern einfach gut spielen und die Basis dafür legen, dass man sich über Draws Gedanken machen kann. Da hilft das Wissen aus dem Artikel hoffentlich.

So long, Bodo

PS: Lustig ist noch, dass es am Ende der 9. Runde Spieler mit 100% Opp-Score gibt, und zwar Spieler mit 0, 3, 6 und 9 Punkten, das sind die Spieler, die nach ihrer jeweils ersten Runde droppten, weil sie verloren hatten und keine Lust mehr auf ihr Crapdeck verspürten...
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