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Der Bericht von den Deutschen Meisterschaften 2006

von Matthias Ludewig am 17.08.2006

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Über diesen Artikel: Vom Sitzen zwischen Koffern, T-Shirts, Auerochsen, Deckwahl, Draftbomben und statistischen Abweichungen.

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Die Deutsche Meisterschaft ist zuende gegangen. Was natürlich fehlt ist der Rückblick. Es gab so viele lustige Geschichten, die ich denen, die nicht dabei waren, vorenthalten möchte, und wahrscheinlich genauso viele, die lieber unter uns bleiben... ;-). Das ganze wird sicherlich mehrteilig sein, denn wie gesagt, es gibt so viel zu berichten. Das Ganze wird natürlich vielschichtig sein, denn das Magic Spielen soll ja am Ende nicht zu kurz kommen.

Das war also meine erste Deutsche Meisterschaft. Tatsächlich, ja. Einige waren erstaunt, als sie es hörten, darum sei es hier noch einmal klargestellt: Bis jetzt habe ich in der Qualifikation immer versagt. Diesmal musste ich sie dann nicht mehr spielen, weil das Rating reichte. 10-4 in Kopenhagen und 11-4 in Dortmund reichten um mein Composite Rating über 1900 anwachsen zu lassen, womit die Qualifikation geschafft worden war. Ob es bei den Regionals geklappt hätte, da bin ich eher skeptisch, schließlich war es dieses Jahr nochmal deutlich schwerer als die letzten Jahre, und kein Bremer konnte sich hier qualifizieren, alle Slots wurden von "außerstädtischen" weggeschnappt.

Nun aber los! Am Donnerstagmorgen ging es zunächst nach Hamburg wo wir unsere Fahrtgenossen treffen wollten. Mit von der Partie waren aus Bremen außer mir Bodo und Alex. Andere waren ja tatsächlich nicht qualifiziert. Am Hauptbahnhof mussten wir dann feststellen, dass im Auto von Dennis nur fünf Sitze für sechs Personen vorhanden waren, so dass einer mit Kissen im Kofferraum untergebracht würde, gleich neben dem Gepäck. Mit von der Partie waren unsere Fahrer Dennis Johannsen und Jan Schipkowski sowie der nicht qualifizierte Oguz Kilic, der Geschäfte machen wollte in der Richtung "Weissu, ich geb dir das und du gibst mir das, ok, Digger?"

Nach fünf Stunden Fahrt waren wir dann auch in Aschaffenburg angekommen und fuhren erst einmal zur Stadthalle um uns anzumelden und die Sachsencrew um Michael Diezel zu treffen, mit denen wir die Pension teilen wollten.
Sehr begeistert waren alle über das Nationals-T-Shirt mit dem schönen Schwarzrotgoldenen Rand an den Ärmeln um am Hals sowie dem unheimlich schicken Auerochsen hinten drauf. Sehr kleidsam... Gerüchte besagten außerdem, dass man dieses Hemd bei der Players' Party am Samstag tragen müsste. Sehr nett...

Im Auto zwischen den Koffern hatten wir uns schon für unsere Decks entschieden. Ich wollte Sea Stompy spielen, weil das Matchup gegen Solar Flare gar nicht schlecht aussah, und weil ich mich damit am komfortabelsten fühlte. Mein spielerisches Selbstbewusstsein jedenfalls war an einem absoluten Tiefpunkt angelangt, nachdem ich am Freitag und Dienstag vor der Fahrt in zwei Drafts bei Game World 0-3 bzw. 0-2-1 gegangen war, und das immer mit ziemlich guten Decks. Ich habe tatsächlich immer unheimlich schlecht gespielt und sehr unkonzentriert, ständig irgendwelche richtig miesen Fehler eingebaut und schlecchte Draws mit Screw/Flood taten das übrige. Während wir auf den Koffern Magic spielten, ich immer mit dem dreifarbigen Aggrocontroldeck, fühlte ich langsam, wie meine Playskills zurückkehrten. Und außerdem gefiel mir das Deck unheimlich gut.
Warum Bodo Solar Flare spielen wollte weiß ich nicht, ich fand das Deck unheimlich gammelig, aber es war das meistgespielte Deck und so schlecht kann es da wohl nicht sein. Ganz glücklich war Bodo aber glaube ich auch nicht mit seiner Wahl.
Alex entschied sich für Hand in Hand, ich glaube einfach auch deswegen weil er sonst kein Idee hatte, was er spielen sollte.

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Unser Zimmer

Unsere Pension war nicht in Aschaffenburg sondern in Weibersbrunn, drei Autobahnabfahrten, etwa 20 Kilometer weiter. Das Ganze war echt super für 17 Euro pro Nacht, mit Bad auf den Zimmern und einem Aufenthaltsraum zum Draften etc.
Für einen Teil von uns ging es dann noch Essen in einem Gasthof, der eigentlich typisch Bayrischer kaum sein konnte. Hirschgeweihe an den Wänden und jede Menge Fleisch im Essen. Einziges Manko: Unfreundlicher als die Wirtin konnte man auch nicht sein. Irgendwie war wohl eine Gruppe von sechs jüngeren Männern zu viel für ihr Gemüt.

Vorher hatte ich leider schon bemerkt, dass die vor der Fahrt eingegebene Kombination 602 meinen Koffer nicht mehr öffnete, was die entzückende Aussicht auf 999 Versuche eröffnete. Die Karten waren ärgerlicherweise in dem Koffer so dass mit dem Deckbau nicht angefangen werden konnte solange der Koffer nicht geöffnet worden war. Oguz fing netterweise schon an während ich unten die Abendpläne auskundschaftete. Standard Spielen stand auf dem Programm sowie Decks bauen und Karten leihen.
Bald kam Oguz dann herein und erklärte, von 500 bis 799 wäre es keine Kombination und jetzt habe er keine Lust mehr. Danke nochmal an dieser Stelle Oguz, dass du überhaupt so nett warst und mir geholfen hast!

Am Ende war es dann die Kombination 809, ich musste also nicht mehr wirklich viel versuchen... Dann konnte der Deckbau losgehen und das Finetuning... bei mir vor Allem das Sideboard, denn das Maindeck war eigentlich nicht mehr zu verbessern, da alle Karten unheimlich wichtig sind. Das war also mein Deck:

4 Stomping Ground
4 Breeding Pool
4 Steam Vents
2 Shivan Reef
4 Forest
1 Island
1 Yavimaya Coast
2 Skarrg the Rage Pits

4 Kird Ape
4 Birds of Paradise
4 Ninja of the Deep Hours
4 Plaxmanta
2 Trygon Predator
4 Rumbling Slum

4 Umezawa's Jitte
4 Mana Leak
4 Remand
4 Char

// Sideboard

4 Spell Snare
3 Giant Growth
1 Trygon Predator
3 Steamcore Weird
2 Giant Solifuge
2 Pyroclasm


Die Steamcore Weirds sollen die Antworten gegen Paladin en-Vec sein, die das Deck sonst ziemlich kaputt machen. Pyroclasm gegen Zoo (bedingt), Boros und Husk, Spell Snare gegen alle Kreaturendecks (besonders gegen Zoo, da es dort genau die Hälfte der Spells countert. Giant Solifuge sollte gut sein gegen Decks mit Wrath of God.
Trygon Predator im Maindeck wurde deswegen gespielt, weil er sowohl gut gegen die ganzen Controldecks mit ihren Signets ist als auch gegen Kreaturendecks als Jitte Defense. Obendrein ist er 2/3, was super Stats sind in diesem Format, weil sie alles überleben (siehe Kird Ape). Der Affe ist nicht nur gut weil er die beste Kosten/Größen-Ratio hat sondern vor Allem weil explizit 2/3 so gut ist: Es überlebt Pyroclasm und blockt die ganzen weißen 1-Drops. Trotzdem spielt man nur zwei davon, weil er natürlich nicht immer gut sind (2/3 für drei Mana ist nicht das allerbeste). Im Sideboard ist dann natürlich noch ein weiterer, um ihn gegen die Decks zu boarden gegen die er gut ist (oder richtiger: Ihn gegen die Karten reinzuboarden, die im entsprechenden Matchup schlecht sind, denn gut ist er gegen fast alles).

Nun solls aber losgehen mit dem Report. Losgehen sollte es um 10, in Wirklichkeit ging es aber erst eine Dreiviertelstunde später los, keine Ahnung, wieso, schließlich hatten sich ja so gut wie alle am Tag vorher registriert. Irgendwann konnten wir dann aber unsere Decklisten abgeben und los gings...

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TobiH kann sich nicht entscheiden was er spielen soll?

Noch eine kurze Erklärung zu dem Foto vom Decklistenmischenden TobiH: Auf jeden Fall hatte er beim Player's Meeting zwei Decklisten dabei. Er wusste auf jeden Fall immer welche welche ist, aber ob er sich zu dem Zeitpunkt als das Foto entstand schon entschieden hatte, kann ich nicht sagen. Vielleicht wird es ja aufgeklärt, je mehr sich sein Report auf MagicUniverse in die Vergangenheit zieht. Wenn es sich allerdings nur um eine Verwirrungsaktion gehandelt hätte, dann leuchtet mir der Sinn nicht ein, denn er hätte die Deckliste ja auch einfach geheim halten können.
In jedem Fall hatte er aber wohl sein RW Burndeck, was er dann gespielt hat und auch noch Heartbeat zur Auswahl. Sicher ist auch, dass seine Frisur immer schrecklicher wird ^^.


Runde 1: Daniel Zink

In Runde 1 direkt gegen einen Exweltmeister, der aber zumindest was Magic anging nicht besonders furchteinfläßend daherkam, denn er hatte seit einem Jahr keine Karten mehr angefasst und sein Vore-Deck hatte er sich glaube ich vor dem Turnier geliehen ohne es wirklich gespielt zu haben. Dazu kam ein gutes Matchup für mich und gute Draws... ach ja, und er musste sich Remand durchlesen.
Am Ende hatte er eigentlich nur Bouncer und Land Destruction gezogen, also sehr unbeeindruckend...


Runde 2: Michael Diezel

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Ich gegen den MiDi

Das Deck hatte ich ja schon am Vorabend beim zur Genüge gesehen, er spielte das Rakdos-Deck mit Blau. Kleine Kreaturen, viel Burn und die guten Splitkarten waren schon nicht schlecht, allerdings so ganz toll war das Deck wohl nicht. Mein Vorteil war zum Beispiel dass ich das Hit // Run in seinem kannte sodass ich wusste, dass es nicht so der Plan ist, Rumbling Slum alleine rauszulegen.

Das erste Spiel ging ziemlich schnell, weil ich mit dem Ninja ungefähr vier Extrakarten gezogen hatte. Dann werden die Ninjas aber herausgeboardet für Pyroclasm und andere lustige Karten... In Spiel zwei wurde es deutlich kniffliger, ich hatte zwar Umezawa's Jitte, er aber Lizolda the Blood Witch, die natürlich ziemlich gut gegen meinen Rumbling Slum ist. Das Problem: Ich habe vergessen dass ja gar keine Marken auf die Jitte kommen wenn er die Witch mit Schaden auf dem Stapel opfert. Darum habe ich den Turn vor der Jitte falsch gespielt, was am Ende auch das Spiel kostete. Die Hexe hatte zu viel Kartenvorteil gemacht.

Im nächsten Spiel war am Ende folgende Situation: Der Ninja in Verbindung mit Rumbling Slum haut ihn auf zwei Leben, außerdem liegt bei mir noch ein Kird Ape und bei ihm vier 2/2 Kreaturen. Der Ninja zieht mir netterweise das Pyroclasm nach so dass er gar nichts mehr hat, auch seine Hand ist leer. Jetzt kann ihn nur noch Demonfire retten, da ich auf 5 Leben bin. stattdessen zieht er aber Rise // Fall nach, was fast genauso gut ist: Es bounct den Rumbling Slum und holt einen Rakdos Guildmage zum chumpblocken nach. Allerdings kann schaut er auf seine Länder und ist gar nicht zufrieden mit dem was er sieht: Seine Länder geben ihm das {U}{B}{R/B}{R/B} einfach nicht Painfrei. Also gibt er auf. Und bekommt postwendend gesagt, dass es doch geklappt hätte mit seinen Ländern: Izzet Boilerworks, Swamp und Blood Crypt produzieren genau {U}{B}{R}{R}. Die oberste Karte wird natürlich aunomma geflippt nur um zu checken ob es auch das genau tödliche Demonfire gewesen wäre und ja, natürlich lag es oben.

Puh, das war knapp...


Runde 3: Patrick Meißner

Hier werde ich einfach eingestampft. Sein Deck heißt Stompy, er gewinnt den Würfelwurf und ich habe die Anticontrolhand mit Zweimal Remand, was dann einfach mal nicht reicht.

Es wurden die Steamcore Weirds reingeboardet die auch einfach immer gut gewesen wären aber nie kamen. Die Doppel-Kird-Ape-Starthand nach Mulligan war noch ganz ok, auch wenn sie sonst nur Länder enthielt, ich hätte nur mal etwas mehr Spells nachziehen sollen. Der Rumbling Slum fängt sich ein Pacifism und es sieht längere Zeit ziemlich gut aus, bis er die Jitte zieht (worauf ich direkt Spell Snare ziehe) und dann angreift (wonach der Trygon Predator kommt) und somit habe ich meinen ersten Loss.

Aber nun ja, keine Bitterkeit vortäuschen, ich bin ja immernoch 2-1 und das Matchup war einfach schlecht. Bodo steht übrigens mit seinem Ranzdeck 3-0...


Der erste Draft: Ravnica Block

Nun gehts also los mit dem ersten Draft. Links von mir sitzt der Rosario Maij, dann kommt Stefan Meewes, ansonsten kenne ich keinen (höchstens mal vom sehen, aber da kennt man ja eh die meisten).

Mein First Pick ist Faith's Fetters, gefolgt von Disembowel. Früh werden zwei Bounceländer gepickt und am Ende des Packs bin ich ziemlich sicher Schwarzweiß, wahrscheinlich auch blau. Der letzte Pick ist noch Clinging Darkness, was eigentlich so gut wie immer im Deck landet. Keine Ahnung warum das noch im Pack war.
Als First Pick in Guildpact nehme ich Belfry Spirit und bekomme von Rosario zu meiner linken erst ein Pillory of the Sleepless und dann ein Ghost Counsil of Orzhova geschoben. Nicht schlecht. In blau nehme ich noch zwei Train of Thought, außerdem kommen zwei späte Ostiary Thrulls vorbei.
Jetzt beginnt das Hoffen auf den Azorius Guildmage. Es kommt aber keiner, sondern stattdessen ein Fifth Pick Windreaver. Weitere Picks sind Minister of Impediments und Plumes of Peace. Außerdem superspät (zehnter und dreizehnter Pick) kommen zwei Jury of Souls, die in meinem Controldeck natürlich immer Maindeck landen.

Das Deck ist natürlich unglaublich gut und müsste eigentlich 4-0 gehen. Hier seht ihr eine Auflistung des Monstrums, nachdem ich und Max Bracht von einem Judge daran gehindert wurden, sein gehatepicktes Mortify gegen meinen Cytospawn Shambler zu tauschen:

6 Plains
5 Swamp
3 Island
1 Dimir Aquaduct
1 Azorius Chancery
1 Selesnya Sanctuary

1 Roffstalker Wight
1 Veteran Armorer
2 Jury of Souls
1 Freewind Equenaut
1 Minister of Impediments
1 Petrahydrox
2 Ostiary Thrull
1 Orzhov Ghost Counsel
1 Helium Squirter
1 Belfry Spirit
1 Windreaver

1 Izzet Signet
1 Bathe in Light
2 Train of Thought
1 Carom
1 Clinging Darkness
1 Plumes of Peace
1 Pillory of the Sleepless
1 Disembowel
1 Faith's Fetters


Aber es kommt wie es kommen muss und es wird nichts aus dem 6-1 am ersten Tag.


Runde 4: Stefan Meewes

Stefan hat zwei Plätze weiter gesessen und hat auch ein super Deck gedraftet. Weiß, blau und grün ist er, was wohl alles ziemlich underdraftet war. Schraut hat unsere beiden Decks gesehen und gesteht uns beiden vor Beginn des Spiels Siegchancen zu. Falsch, denn ich habe in keinem der Spiele eine Chance ;-).

Ich habe eine gute Hand, merke aber bald, dass das alles nicht viel macht. Stefan fängt schnell an, sich mit seinem Sky Hussar jede Runde eine Extrakarte zu besorgen, während ich die falschen Länder ziehe. Zu wenig nicht wirklich, eher zu viel, aber es sind immer nur Ebenen und ich sitze mit Ghost Counsil und Train of Thought herum ohne dass ich groß etwas spielen kann und vor Allem kommt keins meiner drei [card]Karoo[/cards]s um den Kartenvorteil zumindest ein bischen zu kompensieren. Als er seinen Sky Hussar am Ende ausspielt bin ich tatsächlich ein wenig erleichtert aber in Wirklichkeit tritt er mich einfach damit tot, während nun zur Abwechslung Primordinal Sage für den Kartenvorteil sorgt. Removal gab es nicht für mich, warum auch?

Das nächste Spiel darf ich anfangen, bin aber gar nicht so begeistert darüber, nach Doppelmulligan will man schließlich doch lieber als erster ziehen. Wieder kommen keine Bounceländer um den Kartennachteil zu kompensieren, aber ich habe Jury of Souls um zumindest ein wenig zu stallen. Da er sehr flooded ist, schaut es gar nicht schlecht für mich aus. Wieder zeigt sich auf seiner Seite der Sky Hussar, der aber diesmal direkt ausgespielt wird um für vier in der Luft zu servieren. Durch den Flood hat er auch gar nicht genug Kreaturen um Forecast zu benutzen. Ich habe Pillory of the Sleepless, um ihn abzuschalten, aber von oben kommt der Absolver Thrull um das Enchantment zu handlen. Dann topdecke ich Plumes of Peace, aber er zeigt mir dass seine letzte Handkarte Voidslime ist. Als ich dann nochmal glücklich Disembowel ziehe um den Flieger zu handlen zieht er einfach Primordinal Sage, gegen die ich nun keine Antwort ziehe (nun auch noch Faith's Fetter oben auf dem Deck zu haben wäre wohl auch etwas viel verlangt ;-)).

Wer mich kennt, weiß, dass ich nach solchen Niederlagen immer ziemlich angepisst bin aber immerhin war es gegen den Meewes, also nicht ganz ungegönnt. Trotzdem stehe ich jetzt nur noch 2-2 und muss 3-0 gehen um mein Tagesziel zu erreichen.


Runde 5: Jürgen Wörner

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Damit im Deck fühlt man sich doch gleich viel besser...

Gegen sein grünblaurotes Deck verliere ich das erste Spiel durch Ogre Savant, der den entscheidenen Geschwindigkeitsvorteil macht. Dann gewinne ich das nächste Spiel und muss (heute nicht zum letzten Mal) die Frage über mich ergehen lassen, warum ich denn mit diesem Deck eine Runde verloren habe. Die Antwort ist natürlich "Manaprobleme kann man immer haben", was uns direkt zu Spiel drei führt. Ich bin dort ziemlich flooded weshalb mir die frühen Männer und auch das Removal fehlt, dafür habe ich aber sowohl Windreaver als auf Ghost Counsil auf der Hand. Zunächst kommt der Windreaver, der aber von Vedalken Dismisser gebounct wird (naja gut, in Wirklichkeit bounct er sich selber um nicht auf die Bibliothek zu müssen) so dass ich auf einen Lebenspunktestand von 7 gehe gegen mehrere Kreaturen. Dadurch bin ich gezwungen, nächste Runde beide Spoiler auszulegen, was vom Mana her genau passt, was aber natürlich normal richtig schlecht ist, weil ich so gegen jeden Trick verliere, von denen ich schon einige gesehen habe. Anders bin ich aber auf tot weil ich nicht genug blocken kann und mich so auch jeder Trick tötet.
Nun also folgende Situation: Er hat den 2/2 Dismisser, einen random 3/3 Typen und zwei 1/1 Saproling Token. Ich überlege lange über die Blocks, entscheide schließlich dass ich gegen Pyromatics ohnehin sterbe und blocke den 3/3er und einen Token (wie rum könnt ihr auch wohl selber ausdenken ;-)). Glücklicherweise hat er weder Pyromatics noch Wildsize sondern nur Seal of Fire so dass es zu der seltenen Situation kommt, dass der Windreaver von Seal of Fire abgeschossen wird. Insgesamt bin ich aber ganz froh dass ich überhaupt noch lebe, denn jetzt habe ich endlich ein wenig Zeit meinen Train of Thought für drei Karten zu spielen was endlich Kreaturen zeigt, so dass es nicht schwer fällt ab hier zu gewinnen. Puh, das war knapp.


Runde 6: Pascal Steinbach

Pascal spielt Rotblauweiß und bringt mich im ersten Spiel ziemlich in Verlegenheit mit seinem Skarrgan Firebird aber im großen und ganzen kein Problem, 2-0 zu gewinnen. Natürlich kommt wieder die Frage, wie ich es geschafft habe ein Spiel zu verlieren. Aber wie man sieht, ist es gar nicht unbedingt so einfach oder besser gesagt so selbstverständlich mit guten Deck auch die entsprechenden Ergebnisse rauszuholen. Oft hat ja auch ein anderer noch ein richtig gutes Deck und außerdem gilt sowieso in allem außer Schach die Regel: Mit viel Pech ist alles möglich (professioneller ausgedruckt: Statistische Abweichungen treten nunmal auf).


Runde 7: Christopher Passow

Das war nun wirklich die ärmste Wurst des ganzen Turniers: Er war hochgelost worden, stand also in dem Draft 1-2, bekommt nun das mit das beste Draftdeck ab, sein Deck hingegen ist der Haufen und obendrein muss er Mulligans nehmen und ist screwed während ich richtig gut ziehe. Tat mir richtig leid für ihn, so traurig will man den ersten Tag nun wirklich nicht beschließen, aber ich stand zumindest 5-2.

Tagesziel erfüllt und trotzdem nicht ganz zufrieden, denn es wäre schon mehr drin gewesen. Gut, gegen Stefan war die Niederlage schon ok, denn sein Deck war meinem ebenbürtig. Lustigerweise hat aber nicht er den Draft gewonnen sondern Rosario Maij. Fast schon peinlich, könnte man sagen, denn Rosario saß zwischen ja zwischen Stefan und mir. Da zeigt sich dann der überragende Skill des Proplayers könnte man sagen, aber genau weiß ich nicht, warum Rosario gegen Stefan gewonnen hat. Nur dass Rosi wohl von einem vorigen Gegner gesteckt bekommen hatte, dass Stefan den Savage Twister gesplasht hat und somit nicht gegen ihn eingegangen ist.
In Constructed hatte ich auch das Gefühl, dass mehr drin gewesen wäre, den das Deck hatte mir richtig gut gefallen. Zumindest gegen Controldecks, die an den oberen Tischen ja zuhauf zu finden sind, sollte es sehr gut aussehen. Das Zoo Matchup war natürlich Pech aber auch da hätte ich natürlich passendere Hände ziehen können.

Wie dem auch sei, 5-2 nach Tag 2 ist natürlich ziemlich gut, weil immernoch in Contention, Alex ist auch 5-2, Bodo sogar 6-1. Die mitfahrenden Hamburger sind allerdings alle draußen.

Dieses war der erste Streich und der zweite folgt sogleich

oder besser: In ein paar Tagen, nämlich wenn er fertig ist ;-)

so long, gehabt euch wohl
Kommentare
von smeagol | 18.08.2006 um 07:39 Uhr
Avatar nice one! mehr davon.
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von AlexS | 18.08.2006 um 14:23 Uhr
Avatar Das "Unser Zimmer" Bild sieht ja sehr flauschig aus, schon wie der Bodo da so einladend liegt, mit dem Arm auf deine Seite gelegt. Ihr wart zwar recht leise aber im Dunkeln ist wohl gut munkeln :-)
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von Kofi | 18.08.2006 um 18:31 Uhr
Avatar Leise? Lol, das sagst du nur, weil ein Zimmer dazwischen lag ;-)
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von BoRn02 | 24.08.2006 um 21:22 Uhr
Avatar genau, ihr Capri-Sonne-Fetischisten :-D
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