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. Enzdefeatet, Teil 2

Der DM-Bericht und Roadtrip

von Matthias Ludewig am 25.08.2006

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Über diesen Artikel: Coldsnap, das aktuelle Metagame, Fußball auf Sandalen, Poker und warum ich niemals High Card spielen sollte.

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So, nun endlich geht es weiter mit dem zweiten Teil meines DM-Berichts. Im ersten Teil bin ich bis zur Runde 7 des ersten Tages gekommen. Wir erinnern uns, mit 5-2 ging es relativ zufrieden zurück nach Weibersbrunn in die Pension, zufrieden weil ich mein Tagesziel von 5-2 erreicht hatte, relativ, weil wohl mehr drin gewesen wäre. Gut, in Standard kann man immer Pech mit den Matchups haben aber die Niederlage in Limited gegen Stefan Meewes mit meinem sehr guten Deck war schon unglücklich.

Coooold....snaaaaaap

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Als nächstes stand der Coldsnap Draft auf dem Plan. Zunächst etwas allgemeines über Coldsnap.

Ich habe von verschiedensten Spielern klagen über das Format gehört, und zwar häufig von Leuten, die ihre Limitedkünste ganz überdurchschnittlich hoch einschätzen (was im Durchschnitt eine Überschätzung darstellt) und vor Allem von Leuten, die wenig oder gar keine Erfahrung mit dem Format hatten. Das finde ich komplett falsch, denn eine fehlende Skillintensität kann man dem Format nun bestimmt nicht vorwerfen. Richtig ist, dass es es sich komplett anders spielt als jedes vorige Draftformat. Auch ganz anders als irgendwelche Fundrafts die man beispielsweise mit einem gekauften Display einer Erweiterungsedition gemacht hat, obwohl die Anzahl der Karten hier ungefähr gleich ist.

1.) Es ist mit Sicherheit kein Geheimnis, dass man hier versuchen sollte "ein Constructeddeck" zu draften. Aber viele, auch wenn sie das eigentlich schon gehört haben, unterschätzen die Wichtigkeit davon. Das Deck muss einen klaren Plan haben. Es muss also noch viel klarer als Beatdowndeck oder als Controldeck einzustufen sein als in anderen Limitedformaten. Weitere Möglichkeiten sind zum Beispiel Auerochsendeck, wofür man vor Allem auch die Manabeschleunigung braucht (drei im Format, Boreal Druid und Into the North im Commonslot und Coldsteel Heart im Uncommon Slot). Das White Weenie Deck ist natürlich möglich, schwarze Control Decks, und natürlich eine ganze Anzahl von Multiple Decks. Natürlich kommen einige seltener vor als andere, Aber trotzdem ist das Format hier durchaus verschieden.

2.) Natürlich kann man, bedingt durch die kleine Größe der Edition, mit Karten rechnen. Sogar relativ zuverlässig mit Uncommons. Das war aber auch schon alles. Man darf nicht den Fehler machen und denken, man könne auch mit einem DECK rechnen. Das kann man nämlich nicht. Natürlich braucht man einen Deckplan und kann dann während das Draftens gewisse Karten einplanen. Aber man muss diesen Plan während des Draftens entfalten, basierend darauf, welcher Decktyp noch frei ist. Ein Deck forcen kann man, im Gegensatz zu anderen Formaten, nicht wirklich.

3.) Es wird auch gerne darüber geschimpft, wie Glücksbasiert das mit den Sammelkarten doch ist. Das ist eigentlich nicht wahr, denn es wird der falsche Ansatz zu Grunde gelegt. Es ist einfach nicht besonders stark, als ersten Pick eine Karte mit Ripple oder zum Beispiel Krovikan Mists zu nehmen. Gut ist es, wenn man in den ersten fünf Picks eine dieser Karten gepasst bekommt, denn das ist ein Signal, dass die Karte frei ist. Klar muss man Glück haben, damit es so passiert und dass obendrein die Karte auch oft genug in den Booster drin ist. Aber wenn man geschickt ist, wird man es verhältnismäßig selten erleben, dass man sich mit jemandem streitet.

4.) Schneeländer hoch draften wenn ihr sie für euer Deck benötigt. Und zwar mindestens so hoch wie Karoos in Ravnica. Oder besser gesagt: Immer wenn ein Schneeland der richtigen Farbe kommt, sollte man es draften, es sei denn es ist einer der Multiples im Booster die man draftet. Holt man sich nicht früh die richtigen Schneeländer, auch über gute Karten für das eigene Deck, muss man später mit Offcolorländern vorlieb nehmen, die man dann, bedingt durch die hohe Anzahl an Playables in Coldsnap, auch über gute Karten für das eigene Deck nehmen muss.

Am Abend wurde jedenfalls beschlossen, noch einmal zu draften. Ich und Bodo waren wahrscheinlich die einzigen, die schon einmal mit Coldsnap gedraftet hatten, die anderen hatten die Karten noch gar nicht in der Hand gehabt, wenn ich mich richtig erinnere. Mein Deck wurde Rotblau und es spielte vier Goblin Furrier. Die waren aber gar nicht so schlecht, denn ich hatte Lovisa Coldeyes. Im Dreimanaslot gab es viermal Frost Raptor und zwei Balduvian Frostwaker, die richtig gut waren mit 7 Snow-Covered Lands. Der Backupplan waren dann zwei Heidar, Rimewind Master (bounct Permanents), den ich allerdings nie aktiviert habe.
Das Deck war nicht gut, aber es brachte doch einige Erkenntnisse: Goblin Furrier ist nicht so schlecht wie er aussieht, immerhin tradet er mit gegnerischen Two-Drops und macht Schaden im Early Game gegen langsame Decks. Lovisa Coldeyes ist richtig gut, denn es gibt in Rot und Grün genügend Warriors um einige anzusammeln wenn man Lovisa hat (besonders hervorzuheben Goblin Rimerunner, Boreal Centaur und Simian Brawler im Commonslot). Und Frostraptoren sind richtig, richtig gut. Wenn man viele davon hat. Und am besten noch einige andere Flieger.

Besonders schwer war es nicht, ins Finale zu kommen, da gab es dann aber die Niederlage gegen Jan Schipkowskis monoweißes Beatdowndeck. Nachdem er mich mit Sunscour besiegt hatte, hatte ich natürlich die schlechteren Argumente, dass die Karte eigentlich nichts in seinem Deck zu suchen hätte, aber am Ende haben wir uns beide darauf geeinigt, dass der Wrath nicht ins White Weenie gehört, auch wenn er in anderen Formaten natürlich immer ein Spoiler ist.

Relativ frohen Mutes ging es anschließend ins Bett, weil ich das Gefühl hatte, wirklich gut vorbereitet auf das Format zu sein während ich von vielen anderen gehört hatte dass sie es teilweise noch nie gedraftet hätten.

Los ging es am nächsten morgen um 9 Uhr, ohne dass alle Spieler auf irgendeinen Aaron oder ROsario warten mussten und los gings mir dem zweiten Draft. Mein Tisch hieß Nummer 3 und beinhaltete folgende Leute:

1 Platt, Karl Florian
2 Steinheuer, Martin
3 Hubacsek, Christian
4 Braun, Oliver
5 Meewes, Stefan
6 Mack, Alex
7 Jell, Phillip
8 Ludewig, Matthias

Alle mit 5-2 nach Tag 1. Außer dem Stefan Chameewion, der ja schon in meinem ersten Draft gesessen hatte und Alex Mack sagten mir die Namen alle nichts, und netterweise saßen auch beide direkt neben mir, rechts der Alex (dessen Draft vom mit ungefähr 0-7 gedroppten Blech gecovert wurde) echts und Stefan links.

Eine spaßige Sidestory war, dass die Booster voller Haare waren. In fast jedem Booster war ein etwa 10 bis 20 Zentimeter langes Kopfhaar, was irgendwie zwischen die gestempelten Karten geraten war. Man hätte bestimmt leicht herausfinden können, welcher Judge mein Booster gestempelt hatte, aber unser Tischjudge verbot uns, uns darüber auszutauschen. Als aber Stefan Meewes in seinem dritten Booster ebenfalls ein Haar entdeckte ("Ey, hier sind ja wirklich Haare drin") konnte keiner von uns mehr an sich halten.

Der erste Booster war voll mit weißen Karten und musste darum zumindest teilweise falsche Signale nach links senden, aber ich nach einfach die beste Karte im Pack, Gelid Shackles, und es war auch kein großes Problem am Ende. Als dritten Pick kam Krovikan Mist, wobei ich am liebsten schön gejubelt hätte, denn ein klareres Zeichen gibt es ja nicht. Also hieß meine Farbkombination Blau/Weiß. Wie gut dass ich am Abend vorher nochmal Erfahrungen mit Frostraptoren und Balduvian Frostwaker machen konnte. Die wurden dann natürlich über alles gedraftet außer Krovikan Mist, mit Gelid Shackles an dritter Stelle. An vierter dann die weißen Two-Drops und Schneeländer.
Nach dem zweiten Booster hatte ich 5 Krovikan Mist, 3 Frost Raptor und 2 Gelid Shackles und hatte das Gefühl, das beste Draftdeck zu bekommen, was ich bisher hatte. Dann passierte aber etwas, was ich beim Coldsnap Draft noch nicht erlebt hatte: Es kam nichts mehr. Über die dritten Frostfesseln war ich ja noch froh, aber danach kam keine weitere Karte für mein Deck, so dass ich am Ende in eine Lage kam, die es beim Coldsnap Draft eigentlich gar nicht gibt: Ich hatte nicht genügend Karte für mein Deck.

Blech zufolge waren wohl meine beiden rechten Nachbarn in Blau geswitched. Außerdem war in sämtlichen Boostern kein Krovikan Mist drin. Wem nützt es, wenn er nach Booster 2 das beste Deck hat? Am Ende wurde mein Deck eher unterdurchschnittlich. So sah's aus:

2 Snow-Covered Swamp
2 Snow-Covered Plains
6 Plains
7 Island

1 Kjeldoran Javelineer
1 Marthyr of Sands
2 Ronom Unicorn
1 Kjeldoran Outrider
5 Krovikan Mist
2 Surgin Sentinels
1 Balduvian Frostwaker
2 Frost Raptor
1 Survivor of the Unseen
1 Zur the Enchanter
2 Boreal Griffin

3 Gelid Shackles
1 Swift Maneuver


Wie man sieht einige Füller, vor Allem das 17. Land, denn eigentlich braucht das Deck höchstens 16. Aber ich hatte einfach nicht genug Karten.

An das Match in der ersten Runde am Samstag (der achten insgesamt) habe ich keine Erinnerung, ein Blick auf die Coverage ergab, dass ich gegen Oliver Braun mit 2-1 gewann. Dann allerdings war die Niederlage unvermeidbar. Ich war sozusagen fällig.


Runde 9: Christian Hubacsek

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Voll defeated :-(

Schon in der ersten Runde war ich glaube ich einigen Squall Driftern begegnet, die ich natürlich bei meinem Deck immer fleißig weitergegeben und etwas offensiveres drüber gedraftet habe (Gelid Shackles oder Kreaturen mit Power > 1). Jetzt begegnete ich einer weiteren Karte, die ich weitergegeben hatte: Rimescale Dragon. Allerdings hatte ich den Drachen im zweiten Booster zu Alex Mack gepasst, der ihn nachweislich auch genommen hatte. Es waren also offensichtlich zwei im Draft...

Aber der Reihe nach: Zunächst gab es einmal das Warning wegen meiner verranzten Sleeves, dann ging das erste Spiel recht schnell verloren, ich weiß nicht mehr warum. Im zweiten Spiel sah es deutlich besser aus. Ich konnte mit Survivor of the Unseen einige Karten ziehen (die Karte ist echt ganz gut) und mir damit eine Fliegerarmada von mehreren Mists und Frostraptoren aufbauen. Im vermeintlich entscheidenden Zug konnte ich mit zwei Gelid Shackles beide Flieger auf seiner Seite ausschalten und ihn mit meiner Airforce (drei Kreaturen) auf 5 Leben bringen. Ich war jetzt natürlich fest davon überzeugt gewonnen zu haben, aber er klatscht mir gegen meine leere Hand einfach den Frostdrachen auf den Tisch.
Mein Drawstep besorgt mir das gute Land, also einfach All in gegangen und ihn auf 2 geschlagen. Mein einziges Out sind die dritten Eisfesseln, die Odds sind ungefähr 25 zu 1 und mein Deck strengt sich an und besorgt sie mir im letztmöglichen Drawstep. Er kann nur eine Kreatur tappen weil er nur ein Eisland hat und mein einsamer Krovikan Mist goes all the way und holt ihn von seinen 2 Leben runter weil er keine Antwort mehr findet.

Roland Bode stand während des Matches daneben (hat mir sogar einmal geholfen als er bemerkte, dass ich meinen regulären Draw vergessen hatte, weil ich Survivor of the Unseen benutzt hatte), aber als der Rimescale Dragon kam ging er enttäuscht weg. Als ich ihm später erzählte dass ich das Spiel doch noch gewonnen hatte war er ziemlich erstaunt. Genützt hat es aber alles nicht, weil ich im dritten Spiel einfach flooded war. Man könnte sagen, ich war ziemlich sauer. Wenn jemand so einen Topdeck macht, dann kann er ja wohl auch das Match gewinnen oder? Sonst ist der Topdeck total überflüssig.


Runde 10: Karl-Florian Platt

Hier gabs direkt den zweiten Deckcheck und den Gameloss gabs aunomma weil ich vergessen hatte zu desideboarden. Der blaue Martyr sollte den Rimescale Dragon countern, was er aber nicht gemacht hat. Stattdessen gabs einen drauf dafür.

Also musste 2-0 gewonnen werden, was zwar nicht schwer aber ziemlich langwierig war. Denn der Gegner hatte noch mehr Squall Drifter als meine vorigen Gegner und war ebenfalls weißblau. Jedenfalls zeigte er mir erstmal das Dark Depth, wovon er fleißig Marken runternahm. Als er tot war lagen noch ungefähr 5 Marken drauf, also war ich nur noch 15 Mana davon entfernt gegen Marit Lage zu sterben. So schlecht war Dark Depth allerdings gar nicht weil es ihm das vierte Schneepermanent für seinen Tappzauberer gab. Das heißt, es wäre nicht schlecht gewesen wenn er bemerkt hätte dass seine Gelid Shackles Schnee sind. Ansonsten versuchte er dem Spiel seine besondere Note zu geben durch merkwürdige Judge Calls wo mir unterstellt wurde, ich hätte eine Karte zu viel gezogen. In wirklichkeit war es wenn überhaupt so dass er eine Karte zu wenig gezogen hatte wie sich einwandfrei anhand der gespielten Länder nachweisen ließ. Als er dann auch noch anfing darüber zu diskutieren in welcher Runde wir eigentlich waren, fiel mir das Gelid Shackles auf, das natürlich auf meiner Seite des Boards lag und alle beim Nachzählen vergessen hatten.

Am Ende gewann ich jedenfalls 2-(0/1).

Den Draftteil heute hatte ich also so halb erfolgreich abgeschlossen. Ich hatte ja eigentlich gehofft, den Draft zu gewinnen, aber nach dem desaströsen dritten Booster war 2-1 natürlich durchaus das erhoffte Ergebnis. Weiter gings mit Standard, worauf ich mich besonders freute weil ich mein Deck einfach so cool (cool) fand. Da ging es direkt gegen


Wenzel Krautmann (Runde 10)

... und zwar gegen Hearbeat. Getestet hatte ich dieses Matchup überhaupt nicht (genauer gesagt, wir hatten Heartbeat überhaupt nicht angefasst) und war relativ unsicher, wie die Erwartung sein sollte. Mehr dazu gleich...

Meine Starthand war Kird Ape, Ninja, Char und vier Länder und danach kamen 6 weitere Länder. Die erste Karte nach diesen 6 Ländern war Mana Leak, was genau in der nächsten Runde seinen Heartbeat counterte, wonach er genau tot war. Er hatte einfach trotz Sensei's Divining Top/Reach/Elder Aktionen keinen Heartbeat gefunden. So musste er transmuten um ihn zu finden und neun Mana hatte er nur, so dass das Mana Leak genau reicht. How Lucky.
Im nächsten Spiel hatte er keine Chance. Auf seinen Twister kam die Solifuge, worauf er keine Antwort mehr hatte. Aber seine Draws waren wohl in beiden Spielen eher suboptimal gewesen, zumindest in diesem Spiel saß er die meiste Zeit ohne Handkarten da.


Feature Match!

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Bodo tappt die Karten...

Nun stand ich also 8-3, punktgleich mit Bodo, der eine der letzten Runden verloren hatte und es gab tatsächlich das Bremer Feature Match um die Top 8. Gut, nicht wirklich um die Top 8, denn eine Runde musste schon noch gewonnen werden. Das Feature Match findet ihr hier.
Auf die Frage, warum er uns beide Covern würde, gab's die Antwort "Ich kenn' euch zwar nicht, aber die anderen kennen euch. Und ihr seid beide aus Bremen".

In Spiel 1 habe ich tatsächlich das Mana Leak getopdeckt den Turn nachdem er Persecute gespielt hatte um sich gegen Counter abzusichern. Spiel 2 hatte ich einfach sein Miren the Moaning Well übersehen.

Spiel 3 ist nun totaler Käse. Ich habe tatsächlich zwei Mulligans genommen, aber die Hand war auch unendlich schlecht, zwar ein Kird Ape aber als einziges Land Skarrg the Rage Pits. Nun war es so dass ich, nachdem ich kein Land nachgezogen hatte und gerade dabei war "Go" zu sagen, die Jitte flippte, die mich oben auf dem Deck keineswegs erfreute, weil dadurch klar war, dass ich noch eine weitere Runde kein Land ziehe und den Kird Ape gar nicht erst ausspielen konnte, geschweige denn die Jitte. Als ich sie aber einfach wieder drauflegen will, kommt der Judge und sagt, die Karte muss reingemischt werden. Ich bekomme mein drittes Warning heute und die Library wird geshufflet. In meinem nächsten Draw gibt es Stomping Grounds, der den 2/3 Kird Ape enablet. Es war also eher richtig gut für mich, dass ich Jitte geflippt habe, da hat der gute Hanno Terbuyken nicht richtig aufgepasst. Aber egal wars natürlich trotzdem, weil ich viel zu langsam war...


Always drop when you have the chance

Ich stand also nun 8-4, out of contention um Top 8 und mir war sofort klar, was jetzt von mir kommen muss: der Drop. Den gabs aber nicht, weil ich gerade noch so Bock auf das Deck hatte, noch um Preise weiterspielen wollte und die Worlds Quali mit einem weiteren guten Abschneiden in gar nicht so weiter ferne lag.
Denkste. Natürlich kamen noch die zwei Losses.

Zuerst gegen Christian Lührs, im Grunde genommen ein ähnliches Deck wie ich, Grünblau (allerdings kein Rot) mit Kreaturen und Countern, allerdings mit Plaxcaster Frogling und Vinelasher Kudzu, also potenziell deutlich größeren Kreaturen als ich sowie mehr Jitte Defense, was das Matchup nicht gerade gut machte.
Das eine Spiel hätte allerdings fast gewinnen können, weil Christian auf einem Land gescrewed war mit zwei Elfen im Spiel, während ich Bird und Jitte im Spiel hatte und Giant Growth auf der Hand. Wäre in dem Turn das dritte Land gekommen (oder eine der Runden zuvor ;-)), dann hätte ich sicherlich gewonnen. Ansonsten hatte ich aber einfach keine Chance.

Dann gings noch gegen Xuan-Phi Nguyen mit BW Hand in Hand. Und da hat er es dann fertiggebracht, in zwei Spielen fünf Paladin en-Vec zu ziehen. Gegen die mein Deck natürlich gar nicht gut aussieht. Ich habe zwar Steamcore Weirds aus dem Board, aber davon lässt sich keins blicken.


Fußball

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Unser Team: Bremen/Hamburg, und auf jeden Fall die Nr. 1 im Norden ;)

Fußball gucken gab's ja teilweise schon am Abend zuvor im Free TV (Bayern gegen Dortmund), was aber nur sehr periphär für einen Teil der ersten Halbzeit in einem typisch Aschaffenburgischen Dönerladen in Anspruch genommen wurde. Danach wurde wie gesagt gedraftet.
Am Samstag gab es ja die große FreeTV Konferenz, die natürlich geguckt wurde von denen, die schon gedropt hatten (also von sämtliche Hamburgern und Sachsen, hehe ;-)).

Und am Samstag Abend nun sollte wirklicher Fußball gespielt werden. Hamburg/Bremen gegen Sachsen. Auf unserer Seite dabei: Dennis Johannsen, Sebastian Homann, Jan Schipkowski, Bodo Rösner, Alexander Schröder und ich. Auf der anderen Seite natürlich the infamous Michael Diezel und seine Sachsenbande.
Das Kidnappen des Dorfsportplatzes von Weibersbrunn ging schonmal schief, da uns nach 10 Minuten der Platzwart entdeckte und runterwarf. Was danach kam war mehr ein Acker als ein Feld, aber trotzdem war der Boden ziemlich eben dafür, dass es auf dem Berg lag. Aber er war nass.

Nun sollte man vielleicht einmal auf Unterschiede im Schuhwerk hinweisen. Bodo, Dennis und ich hatten sich gerade neue Fußballschuhe gekauft, die anderen aus unserer Mannschaft hatten zumindest Schuhe mit Stollen. Die Sachsen dagegen hatten bestenfalls Sportschuhe, einer hatte sogar nur Sandalen aufzubieten. Unglaublich, was er damit geleistet hat. In jedem Fall war das Spiel sehr munter und das ganze hat unheimlich viel Spaß gemacht (nicht zuletzt weil wir deutlich mehr Tore geschossen haben ;-)). Homann schwärmte noch, was für ein geiles Gefühl es doch sei, im gegnerischen Strafraum den Ball zu haben, ihn ein bischen nach rechts zu schieben und schon rutschen 5 Sachsen an einem vorbei.
Das Entscheidungstor schossen aber die anderen. So wars.


Player's Party

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Wie geplant kamen wir natürlich relativ spät zur Player's Party, etwa um 23 Uhr, aber das Ganze war trotzdem ziemlich lustig. Über drei Preisbooster für mein 8-6 konnte ich mich nicht beklagen und über mein Bowling auch nicht, immerhin waren es glaube ich 2 Strikes nachdem ich vor ungefähr 5 Jahren das letzte Mal gebowlt hatte. Homann war natürlich mal wieder der Skiller, der behauptete, noch nie vorher so eine Kugel in der Hand gehabt zu haben und als erstes einfach mal zwei Strikes hintereinander warf.

Dann gings ans Kickern mit Roland Bode und anderen Leuten (lustige Kicker mit 3 Leuten auf der letzten Stange, also 13 insgesamt), dann gings los mit einer Pokerrunde. 10 Mann, von unserem Auto dabei Jan Schipkowski und Sebastian Homann. Irgendwann schlief ich dann halb auf einem Stuhl ein, bis mich das Blitzlicht des Fotoapparates von Schraut weckte. Danach ging es dann glücklicherweise mit meiner Müdigkeit, es wurde noch weiter gekickert. Die Pokerer waren mittlerweile etwas dezimiert. Homann hatte wohl eine All-In Situation verloren und der Bracht hatte seine Chips für das 10 Euro Buy-In an einen random Man abgetreten, der wohl gar nichts konnte und sie in kürzester Zeit verspielt hatte. Wie blöd muss man sein um in eine Runde mit 10 Online-Pokerern einzusteigen?

Bis dann irgendwann die Lichter ausgingen und richtige Rausschmeißmusik angesagt war (hoch auf dem goldenen Wagen oder so ;-)). Die Pokerrunde ging aber immernoch weiter und so beschlossen Alex und ich meine Preisbooster aufzumachen und Booster Duelle zu spielen, die Alex 2-1 für sich entschied.

Als dann nur noch drei Spieler übrig waren entschlossen sie sich, aufzuhören und den Pott zu splitten. Jan bekam den Löwenanteil von 60 Euro als überlegener Chipleader. Und damit war eigentlich die DM vorbei.


Conclusions

Aber auch nur eigentlich. Die Rückfahrt im Auto mit DJ, Jan, Oguz und Alex war super lustig und ich glaube ich habe noch nie so oft an einem Tag Crazy von Gnarles Barkley gehört. Aber eine Erklärung fehlt noch, warum dieser Artikel "Enzdefeated" heißt. Nun, das hängt mit unserer Rückfahrt zusammen und man kann es schlecht erklären für Leute, die nicht dabei waren. Ich gebe also eine andere Erklärung.

Alex und ich mussten ja noch mit dem Zug von Hamburg nach Bremen zurückfahren (nur Alex und ich, Bodo war schon am Sonntag morgen von Frankfurt aus in den Urlaub geflogen). Am Ende hatte ich die Idee, High Card zu spielen. Die Karte mit den höheren Manakosten gewinnt. Und ich habe eigentlich immer verloren. Selbst meine mörderischen Manakosten von {4}{W} hat er überboten mit der {4}{W}{W}{W} (wahrscheinlich die einzige mit dieser Höhe im Stapel).
Mittlerweile habe ich die 8 Cent wieder, die Alex mir in gar nicht so vielen Spielen auf diese Weise abgenommen hat. Zur Erinnerung, dass ich niemals gegen jemanden High Card spielen sollte, weil ich immer verlieren werde.
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