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. Leipziger Allerlei

Reisebericht, FNM-Liga und ein neues Draftverfahren

von Matthias Ludewig am 29.03.2005

Nun also bin ich nach acht anstrengenden Tagen wieder nach Bremen zurückgekehrt. Eigentlich waren es sogar neun anstrengende Tage, denn das Ostereierwettessen am direkt auf die acht Tage folgenden Ostersonntag gehört ohne Zweifel auch in der Liste aufgezählt.

Wer es noch nicht weiß: Ich war die letzte Woche in Rom. Mit Eltern. Und Führerin. Das bedeutete das absolute Besichtigungsprogramm, von morgens bis abends. Soll sich jetzt nicht so anhören, als würde ich das alles bereuhen. Immerhin waren es zumindest tagsüber Temperaturen, bei denen es sich im T-Shirt gut ertragen ließ.

Der gute Grand Prix in Deutschland

Letzten Freitag fand ja sinnigerweise kein Friday Night Magic Turnier statt, da Karfreitag war, und vor Allem alle Richtung Leipzig fuhren. Drei Bremer schafften es tatsächlich in den zweiten Tag: Alex, Bodo und Michael. Die finanzielle Seite wurde hier aber leider nicht befriedigt. Letztendlich waren die Earnings 0 $. Das ganze kann man aber auch hier nachlesen, weshalb es eigentlich gar nicht um den Grand Prix Leipzig gehen soll.

Man fährt Motorrad..

Warum heißt das ganze dann Leipziger Allerlei? Nun, ich werde jetzt über allerlei anderes schreiben. Und wir hatten in Rom ein Pärchen aus Leipzig in der Reisegruppe, von denen ich aufgeklärt wurde, was Leipziger Allerlei ist: Allerlei Gemüse, was mit einer Mehspitze gekocht wird.

Friday Night Liga: Season One

Nun, wie gesagt, letzten Freitag war kein Friday Night Magic Turnier mehr, so dass ich auch kein Turnier mehr verpasst habe beim Rennen um die Ligameisterschaft. Die Meisterschaft war schon am Freitag vorher beendet und Janek wiederum schon davor unheilbar vorne :-/.

Der Endstand lautet folgendermaßen:

1 Janek Kretschmer ..... 25
2 Matthias Ludewig ..... 19
3 Bernd Brendemühl ... 15
4 Sören Burmeister ..... 11
5 Colin Kuntzsch ......... 10
6 Sebastian Wilde ....... 8

Zunächst hatte ja Bernd ganz schön vorgelegt, indem er von den ersten vier FNMs der Saison drei gewann, hatte dann aber wohl keine Zeit mehr für Friday Night und konnte keine weiteren Punkte machen. Janek hatte zum Schluss ebenfalls drei Turniere gewonnen. Außer diesen beiden gewann niemand mehr als ein Turnier.

Insgesamt machte [PLAYER]Janek Kretschmer[/PLAYER] siebenmal Punkte, davon einmal beim Draft — und sechsmal mit Tooth and Nail.
Ich habe es mit verschiedenen Decks versucht, zweimal Top5 mit Affinity, dreimal Top5 mit Mono Bue Control, letztendlich habe ich mich aber wie Homer Simpson immer wieder vom gleichen Deck — Kretsches Tooth and Nail eben — bashen lassen, anstatt vielleicht mal ein Deck zu versuchen, dass dagegen wirklich mal Game hat.

Allerdings muss man sagen, dass es eigentlich wirklich wenige Decks gibt, die wirklich gut gegen Tooth and Nail sind, und wahrscheinlich kaum eins, das wirklich ein gutes Matchup hat. Es gibt sie aber doch: BG Control wäre wahrscheinlich ganz gut gegen Tooth and Nail gewesen, Ponza vielleicht auch (wobei das auch zweifelhaft ist — seit Sowing Salt hat es aber bessere Chancen). Oder im Zweifelsfall wäre halt Tooth and Nail einfach die Wahl gewesen um einfach gleiche Chancen zu haben, bzw. diese einfach durch besser Spielen und den besseren Build zu vergrößern. Letztendlich aber auch wieder riskant, schließlich hat Kretsche immer das Urzatripel auf der Starthand — was will man da machen?

Fazit: Kretsche hat die Liga verdient gewonnen, einfach weil er eine konstante Leistung gebracht hat und immer gute Ergebnisse mit seinem Tooth and Nail Deck erzielen konnte — und niemand anderes es schaffte, dagegen ein sinnvolles Konzept zu entwickeln.

Kommen wir zu Numero drei...

[PLAYER]Bernd Brendemühl[/PLAYER] hat am Anfang des Monats Januar drei Friday Night Turniere hintereinander gewonnen und hat danach keinen einzigen Punkt mehr gemacht (wohl einfach keine Zeit mehr für FNMs zocken).
Trotzdem reichte ihm dieses Polster für den dritten Platz in der Liga. Natürlich hat er alle drei Siege mit Rot geschafft...

[PLAYER]Colin Kuntzsch[/PLAYER] auf dem fünften Platz (10 Punkte) ist hier unser Limitedheld, denn er hat diese 10 Punkte nur im Limited gemacht. Ziemlich beachtlich, wenn man bedenkt, dass es pro Saison nur drei Limitedturniere gibt, nämlich jeden ersten Freitag im Monat. Und bei allen drei Turnieren, im Januar, Februar und im März, hat Colin auch gepunktet.Einmal "nur" 2-1, einmal im Finale verloren, einmal gewonnen.

Den viertplatzierten habe ich zunächst unterschlagen: [PLAYER]Sören Burmeister[/PLAYER] schaffte es auf den guten vierten Platz, mit immerhin vier verschiedenen Top5 Platzierungen. Zweimal ebenfalls mit Tooth and Nail (dabei ein Sieg).
Und zweimal im Limited. Und zwar beide Male am sogenannten "Frittentisch". Ich möchte auf keinen Fall Sörens Leistung schmälern, er hat auf jeden Fall gezeigt, dass er zu den Spielern gehört, mit denen man rechnen muss. Ich möchte vielmehr ein anderes Problem ansprechen.

Frittenbuden...

Nochmal eine kurze Skizze der Situation: Momentan werden, wenn am ersten Freitag des Monats gedraftet wird, zwei Tische eröffnet: Einen Tisch, an dem die Spieler spielen, die von Tim als "gut" eingeschätzt werden und einen Tisch, der allgemein als Frittentisch bezeichnet wird.

Der Zweck ist, dass zum Beispiel neuere Spieler, die das erste Mal draften, nicht gleich beim ersten Draft richtig auf die Nase bekommen und beim nächsten Mal dann keine Lust mehr haben. Von daher werden die eher unerfahrenen Spieler an einen Tisch gesetzt, so dass jeder eine Chance auf den Draftsieg hat und nicht erste Runde alle jüngeren Spieler eliminiert werden und der Sieg dann unter den "alten Hasen" ausgemacht wird.
Am guten Tisch dagegen kommt ein ein qualitativ hochwertigerer Draft zustande und es geschieht eher selten, dass einem durch Chaosdraften des Nebenmanns das Deck kaputt gemacht wird.

Nun führt dies in der Liga aber zu einem Problem: Es ist an Tisch Zwei sehr viel leichter, Punkte zu machen als am anderen Tisch und das verfälscht die Ergebnisse schon ziemlich. Ich weiß zum Beispiel nicht, ob Sören auch am guten Tisch die Punkte gemacht hätte. Vielleicht schon, aber zumindest kann man sagen, dass er es an Tisch 2 deutlich leichter hatte.

Ich könnte nun einfach den zweiten Tisch nicht auswerten und nur Punkte an den ersten Tisch verteilen, allerdings ist das hochgradig unfair gegenüber den betroffenen Spielern, weil ihnen da jede Chance genommen wird, Punkte zu machen.

Deshalb von mir folgender...

...Vorschlag

Nur an den ersten Tisch werden Punkte verteilt. Die Ergebnisse des zweiten Tisches werden aber auch festgehalten. Beim nächsten Draft steigen dann die beiden, die nach zwei Runden 0-2 standen (also die im Finale um den letzten Platz ;-)) ab und spielen nächstes Mal am zweiten Tisch. Die beiden Finalisten von Tisch 2 spielen das nächste Mal an Tisch 1.
Ich denke, festzuhalten, wer nun wo spielt, ist nicht so schwierig, kommentiert mal, was ihr davon haltet.

So das wars von dem aus dem Urlaub zurückgekehrten Matthias.

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