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. Hitchhiker's Guide To Magic: Building Beatdown

Decks im Champions Block Constructed

von Eiko Nörtemann am 14.03.2005

Nachdem das erste von mir vorgestellte Blockdeck doch eher was für den Controlspieler ist, folgt hier jetzt ein Deck für die Leute, die gerne Kreaturen nach rechts drehen. Die traditionelle Beatdown Farbe ist natürlich Grün und was liegt da näher, als mal zu gucken, was Grün so an effizienten Kreaturen hergibt'
Man wird allerdings feststellen, dass das alles in allem nicht so der Bringer ist. Klar gibt es einen fetten 5/5 Drachen, aber den gibt es in anderen Farben auch und die sind dem grünen Exemplar durch die Bank überlegen. Dann hat man noch den Vanilla 3/3 Mann, einige Schlangen und teure Fatties. Die Zeiten, wo man für 3 Mana einen 3/3 Elefanten baut und das Ganze im nächsten Zug für ein Mana mehr noch mal macht oder einfach mal ein solides 4/4 Beast für 4 Mana legt sind also nicht wirklich aktuell. Moment, 4/4 für 4 Mana' Gibt es doch auch in Kamigawa, nur dass man hier kein Lifegain Beast hat, sondern einen Overrun Mann. Das ist doch eine gute Grundlage. Also Spirits gezockt.

Vielleicht erinnert sich noch der ein oder andere an die Zeiten, als ein gewisser 4/5 Djinn in Kombination mit dem besten Landdestruction Spell aller Zeiten Angst und Schrecken verbreitet hat. Genau, von Erhniegeddon ist die Rede. Jetzt hat man aber weder Erhnam Djinns (was auch gut so ist, denn spätestens seit Judgment weiß man ja, dass der heutzutage genau null macht), noch Armageddons. Nicht einmal Winter Orb steht zur Verfügung, um den Gegner vom benötigten Mana abzuschneiden. Aber W/G hat in Hokori, Dust Drinker einen guten Ersatz gefunden und auch spielbares weißes Removal gibt es mittlerweile wieder.

Aus den gegebenen Komponenten sollte es doch eigentlich möglich sein, ein solides Beatdown Deck mit Landkontroll-Elementen zu bauen. Das Deck hat sich dann wider Erwarten allerdings nicht so schnell gebaut, wie ich zunächst angenommen habe. Main Deck Hokoris will man auch nicht gegen jedes Deck haben, deshalb sind die auch erst mal vorläufig auf die Ersatzbank verschoben worden. Darüber lässt sich sicher diskutieren, aber ich denke, dass der gute Rootrunner für Beatdown Zwecke besser geeignet ist.

Nun gut, also erst mal Deckliste präsentiert:

1 Okina, Temple of the Grandfathers
1 Eiganjo Castle
8 Plains
12 Forest

4 Sakura-Tribe Elder
3 Kami of Ancient Law
3 Waxmane Baku
2 Budoka Pupil
2 Gnarled Mass
4 Rootrunner
2 Kodama of the South Tree
3 Forked-Branch Garami

2 Genju of the Cedars
4 Kodama's Might
1 Unchecked Growth
3 Terashi's Verdict
1 Shining Shoal
4 Umezawa's Jitte


4 Hokori, Dust Drinker
1 Hikari, Twilight Guardian
2 Kodama of the North Tree
1 Oyobi, Who Split the Heavens
2 Shining Shoal
3 Terashi's Grasp
2 Cage of Hands

Card Choices sind hier nicht ganz so schnell erklärt, wie beim B/G Deck. Alles in allem hab ich recht lange an dem Deck gesessen und lange gegrübelt, was man haben will und was nicht. W/G Spirits hat neben den obengenannten 75 Karten noch eine Vielzahl spielbarer Optionen. Warum also eben diese'

Länder sind klar. Forests brauch man mehr als Plains und die beiden Legendary Lands sind eigentlich Standard. Ihr kennt das ja, Horobis kaputt machen und eventuell mal eigene Jungs pumpen oder Damage preventen. Mehr als einmal will man die aber jeweils nicht haben, denn doppelte Exemplare nerven richtig.
Der Kreaturenzoo ist nicht so schnell erklärt. Tribe Elder sind klar. Kami of Ancient Law ist wichtig gegen Honden.dec und machen zweite Runde gelegt soliden Beatdown. Außerdem triggern diese Spiritcraft und können mit Soulshift wiedergeholt werden. Rundum ein gutes Paket. Bei den 3cc Drops findet man Waxmane Baku, Gnarled Mass und Budoka Pupil. Ich glaube, die potentielle Bedrohung des geflipten Pupils ist prinzipiell besser als der 3/3 Mann, aber die Gnarled Mass ist von Haus aus bereits ein Spirit und kann mitunter auch durch Soulshift mal wiederbelebt werden. Hat man den Pupil aber erst mal geflipt, was in diesem Deck absolut machbar ist, hat man eine sehr gute 4/3 Kreatur mit toller Fähigkeit.

Die laufende Frittenschleuder Waxmane Baku (ja ja, das sind Kerzen, aber ich bin kurzsichtig und von Weitem sieht das Ding nun einmal aus wie Pommes auf Beinen) ist sehr wichtig für das Deck, da das Viech Chumpblocker zu einem sehr günstigen Preis abstellt und ein Beatdown Deck will sich ja nicht ewig durch random 1/1 Kreaturen durchwühlen. Und da Evasion bei W/G auch eher dünn gesät ist (mal abgsehen von fetten weißen Fliegern und trampelnden grünen Jungs) ist dieser Mann genau das richtige für das Deck.

Die Rootrunner haben zwei Vorteile: einen schönen 3/3 Körper und Soulshift 3. Der mini Plow Under Effekt ist hervorragend um Genjus zu entsorgen und kann mit Schaden auf dem Stapel positiven Kartenvorteil erzeugen. Besonders übel wird der Bursche dann im Lategame, wenn man die Gelegenheit hat, ihn mittels Forked-Brach Garami zu soulshiften und den Gegner so vom Ziehen einer Problemlösung abhalten kann. Die beiden Kodamas liefern den besagten mini Overrun und sind für den 4 Manaslot eine optimale Wahl. Der Legendenstatus verhindert dann aber, dass mehr als zwei den Weg ins Deck finden. Der gerade angesprochene Garami ist schon eine üble Ansage, wenn bereits zwei Spirits im Graveyard liegen. Der Gegner muss sich dann schon überlegen, ob er es sich leisten kann diesen zu entsorgen.

Die Spells sind eine Mischung aus Umezawa's Jitte, Removal und Combat Tricks. Über die Jitte hab ich mich ja bereits in meinem ersten Blockbeitrag ausgelassen. Dies Deck spielt Kreaturen, also spielt es auch viermal die Jitte. Genauso klar sollte auch das grüne Genju in diesem Deck sein. 4/4 Kreatur mit haste für 4 Mana (G zum casten, 2 zum aktivieren und 1 Mana, das man nicht nutzen kann, weil der Wald ja angreifen soll) ist ganz gut, hab ich gehört.

Ob man nun Terashi's Verdict oder Reciprocate spielt, ist in etwa vergleichbar mit dem Rend Flesh/Rend Spirit/Horobi's Whisper Dilemma bei Schwarz. Ich find es besser, Kreaturen ohne Schaden zu entsorgen. Reciprocate kann dafür auch größere Jungs kaputtmachen. Dank Jitte kann das Verdict aber auch schon mal eine 4 oder 5 Power Kreatur zerstören. Der Hauptvorteil scheint aber der arkane Status des Verdicts zu sein (wenn der gegner nicht gerade Hisoka's Defiance spielt, aber dann hat man auch genug andere Probleme), auf das man gelegentlich mal Kodama's Might splicen kann, um einen gegnerischen Angriff in einen Albtraum zu verwandeln.

Kodama's Might erfüllt gleich vier Rollen: pseudo-removal, Schutz vor Burn, Kartenvorteil durch Splicen und Durchdrücken der letzten Schadenspunkte. Das gleiche kann man auch für das random Unchecked Growth sagen. Ich könnte jetzt schwafeln, warum man da nur einen von braucht, aber die Wahrheit ist, dass ich schlichtweg nur einen besitzte (hmm, irgendwie komisch - Hab mir ein Display geholt und einige Drafts gespielt und trotzdem nur ein Unchecked Growth). Na ja, muss eben einer reichen.

Shining Shoal ist die Vielseitigkeit in Person. Der Gegner muss immer auf der Hut sein, wenn er angreift oder Direktschaden machen will. Und ein weißer Feuerball ist genau was dem Deck fehlt. Bester Schadenverhinderer ever; verhindert nicht nur, dass man verliert, sondern sorgt auch dafür das man gewinnt. Und wenn der Gegner den früh zu Gesicht (oder auch gerne mal ins Gesicht) bekommt muss er sein gesamtes Spiel umstellen, da ja immer mal ein zweiter kommen könnte.
Die Kopien zwei und drei sind allerdings im Sideboard gelandet, wo sie auch gut aufgehoben sind, da das Maindeck zu wenige weiße Spells enthält, um die alternative Casting Cost zuverlässig zu nutzen. Weiterhin im Sideboard befindet sich weiteres Removal in Form von Cage of Hands. Der Käfig stellt dicke Drachen ab, ist aber gegen Weenies nicht wirklich toll. Terashi's Grasp ist eine zusätzliche Absicherung gegen das Honden.dec und gegen Artefakte (zum Beispiel wird Slumbering Tora im Moment in Reanimator Decks ein wenig gehyped, auch wenn ich nicht glaube, dass diese Decks irgendwas können, weil diese Decks eher wie Haufen aussehen). Das Sideboard wird komplettiert durch Kreaturen, die gegen bestimmte Decks sehr gut sind: Kodama of the North Tree ist durch schwarze Decks kaum bis gar nicht zu handeln, Hikari ist ein sehr solider Flieger und Hokori hat im Maindeck leider keinen Platz mehr gefunden. Als letzte Kreatur gesellt sich ein einsamer Oyobi zu den anderen Spirits. Die hohe Casting Cost verhindert, dass man da mehr als einen von spielt. Gegen so manches Deck ist Oyobi aber genau der Finisher, der Probleme der unangenehmsten Art bescheren kann. Die sechser Toughness ist praktisch nicht durch Burn abzustellen, Oyobi kann fast alle Kreaturen blocken, ohne selbst draufzugehen und der Spiritcraft-Trigger ist richtig gut. Auch dieser musste im Maindeck kostengünstigeren Alternativen weichen.

Das Deck kann eine große Zahl guter Karten allein schon aus Platzgründen nicht spielen. W/G wimmelt gerade so vor absolut spielbaren Karten, die durchaus die eine oder andere Überlegung wert wären. Zunächst fällt da sicher der Soilshaper ein, dessen Spiritcraft-Trigger auch nicht zu verachten ist, aber der ist vermutlich in R/G oder G/U besser aufgehoben, da diese Decks mitunter über kostengünstigere Arcane Spells verfügen und man hier mit den Ländern andere Dinge vorhat. Hana Kami wäre auch hier denkbar und würde dem Deck einen guten 1cc Drop liefern. Genauso denkbar wären auch die anderen spielbaren weißen Onedrops Isamaru (leider kein Spirit, sonst wäre der auf jeden fall mit von der Partie), Lantern Kami (na ja, macht einfach zu wenig) und Bushi Tenderfoot (da wird jetzt manch einer denken, jetzt spinnt der total; aber der Tenderfoot ist besser als er aussieht, denn den blockt keiner aus Furcht, dass man einen Combattrick hat ' 4 Might, 1 Unchecked Growth und Shining Shoal sind schon gute Wege, den kleinen Mann einen Combat überleben zu lassen und das resultierende 3 / 4 doublestrike Monster könnte ein Spiel sehr schnell beenden. Mal abgesehen davon fungiert der noch als 1 Mana Moat).

Das soll's dann zunächst auch erst mal wieder fast gewesen sein. Weitere Decks könnten bei entsprechender Resonanz folgen. Frustrierend ist es für den Schreiber nur, wenn auf solch einen Artikel kaum bis gar keine Kommentare folgen (egal ob positiver oder negativer Natur), da macht das Schreiben dann nicht wirklich Spaß und/oder Sinn.
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